7. September 2026
JP PERFORMANCE im freien Fall: Verzeihen seine Fans ihm die Gewalt – aber nicht die Lügen? Philipp Jessen analysiert den Absturz von Jean Pierre Kraemer und die Reaktion seiner Community.
Für uns bei TOMorrow ist klar: Gewalt gegen Frauen ist niemals akzeptabel und durch nichts zu relativieren oder zu entschuldigen. Die Frage dieser Folge ist deshalb ausdrücklich nicht, wie schwerwiegend Gewalt ist. Sondern warum für Teile einer Community der Vertrauensbruch durch Lügen offenbar zum entscheidenden Bruch mit ihrem Idol werden kann.
Und dieser Absturz hat längst massive wirtschaftliche Konsequenzen: 18 Unternehmen. Rund 100 Millionen Euro Umsatz. 80 Mitarbeiter. Ein Imperium rund um Autos, Tuning, Fashion, Gastronomie und Entertainment.
JP hat in einem Video angekündigt, seine Firmen zu schließen. Borussia Dortmund hat die Zusammenarbeit mit ihm beendet. Auch bei MontanaBlacks Getränkemarke GÖNRGY ist JP nach Angaben von MontanaBlack ab sofort raus.
Vom gefeierten YouTube-Superstar zum Totalschaden der eigenen Marke.
Jean Pierre Kraemer alias JP Performance hat sich über Jahre eines der beeindruckendsten Influencer-Imperien Deutschlands aufgebaut. Millionen Follower, Unternehmen, Autos, Tuning, Fashion, Gastronomie, Museum und große Marken-Kooperationen.
Jetzt zerbricht dieses Imperium.
Doch was ist hier eigentlich passiert?
Nach den öffentlich gewordenen Vorwürfen und seinen eigenen Aussagen zu Gewalt gegen seine Ehefrau geht es nicht nur um die wirtschaftlichen Konsequenzen. Es geht um etwas, das für einen Influencer existenziell ist: die Glaubwürdigkeit gegenüber der eigenen Community.
Und genau hier beginnt für Philipp Jessen der kommunikative Absturz. Der Founder der Kommunikationsagentur Storymachine und Autor des neuen Buches „Shitfluencer“ analysiert bei TOMorrow, warum JP aus seiner Sicht die Kontrolle über sein eigenes Narrativ verloren hat – und warum seine öffentlichen Videos die Krise noch weiter verschärft haben.
„Der Umgang mit der Krise ist meist das größere Problem als die Krise selbst.“
Philipp spricht über Verantwortung, Manipulationsmechanismen und die gefährliche Nähe zwischen Person und Personal Brand. Und er stellt eine provokante und zugleich verstörende Frage: Verzeihen JP seine Fans die Gewalt – aber nicht die Lügen?
Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, Gewalt und Lügen moralisch gegeneinander aufzurechnen. Es geht um die Psychologie einer Community: Was passiert, wenn Menschen ihrem Idol jahrelang vertrauen und plötzlich das Gefühl bekommen, dass die Geschichte, an die sie geglaubt haben, nicht stimmt?
Wie konnte einer der erfolgreichsten deutschen YouTuber die Kontrolle über sein eigenes Narrativ verlieren?
Warum können Entschuldigungs- und Erklärungsvideos eine Krise noch größer machen?
Und vor allem: *Was bleibt von der Marke JP Performance, wenn Unternehmen schließen, Partner abspringen und das Vertrauen der Community zerbricht?
Philipp Jessen erklärt außerdem, warum Prominenz und Millionen Follower zur Gefahr werden können, wenn die Grenze zwischen öffentlicher Inszenierung und eigener Realität verschwimmt.
Eine Folge über JP Performance, Jean Pierre Kraemer und den Absturz einer der größten deutschen Personal Brands, aber auch über eine viel größere Frage: Wann wird aus einem Influencer ein Shitfluencer?
Und was können Unternehmer, CEOs, Creator und Personal Brands aus diesem Fall über Krisenkommunikation, Reputation, Verantwortung und die Macht ihrer Community lernen?
GEWINNSPIEL: Wir verlosen 10 Exemplare von Philipp Jessens neuem Buch „Shitfluencer“. Schreibt mir in die Kommentare. Wqs denkst du: Kann JP Performance das Vertrauen seiner Community jemals zurückgewinnen – oder ist die Marke dauerhaft beschädigt?
Und abonniert TOMorrow, damit ihr keine neue Folge verpasst. Jetzt TOMorrow mit Philipp Jessen hören und als Videopodcast bei YouTube sehen.